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Devisen: Dämpfer für den Dollar


28.11.2022
Helaba

Frankfurt a. M. (www.forexcheck.de) - Der Dollar schwächelt, so die Analysten der Helaba.

Nach seinem beeindruckenden Höhenflug im bisherigen Jahr sei der Greenback im Schlussquartal unter Druck geraten, und zwar gegenüber den meisten Währungen. Der Euro/Dollar-Kurs sei über 1,04 gestiegen, der Dollar/Yen-Kurs sei unter 140 gefallen. Noch mehr habe sogar das zwischenzeitlich angeschlagene Britische Pfund aufgewertet. Im Jahresvergleich bleibe der Dollar zwar der große Gewinner. Aber sei diese Entwicklung ein Indiz für 2023?


Der Ukraine-Krieg, die Angst um die Energieversorgung in Europa und die allgemeine Nervosität an den Finanzmärkten hätten dem sicheren Anlagehafen aus den USA 2022 zweifelsohne geholfen. Die Breite der Dollar-Stärke - also auch gegenüber Währungen weit weg von Europa - unterstreiche aber, dass ein anderer Faktor den größeren Einfluss besitze: die restriktivere US-Geldpolitik. Die FED habe ihren Leitzins bisher um fast 4%-Punkte erhöht. Entsprechend sei der US-Renditevorteil gegenüber anderen Währungen, nicht zuletzt gegenüber dem Euro gewachsen. Nun zeichne sich allerdings ein Ende der Zinserhöhungen ab. Die Inflation scheine in den USA ihren Zenit überschritten zu haben. Selbst wenn sich das Wachstum bis dato nur moderat verlangsamt habe, würden die Notenbanker vorsichtiger, worauf das Sitzungsprotokoll der FED deute. Das Zinserhöhungstempo werde wohl gedrosselt, beendet sei der Zyklus noch nicht. Wahrscheinlich werde im ersten Quartal 2023 der letzte Schritt erfolgen.

Der Dollar sei nicht nur von Zinserhöhungen selbst, sondern auch von den Erwartungen auf immer weitere Schritte getragen worden. Diese Spekulationen würden allmählich aus dem Markt gehen. Ganz durch sei das Thema zwar noch nicht. Neue US-Daten könnten zeitweise wieder Zinserwartungen schüren und den Dollar stützen. Allerdings werde eine sich 2023 deutlicher verschlechternde US-Konjunktur die Zinserhöhungen letztlich beenden. Da zudem die EZB ihren Leitzins etwas länger anheben werde, dürfte der US-Zinsvorteil noch leicht sinken.

Dem Euro helfe außerdem, dass manche pessimistischen Befürchtungen für Europa wohl nicht eintreten würden. Die Energiepreise hätten sich auf zwar hohen Niveaus eingependelt, würden sich aber weit unterhalb der Höchstwerte befinden. Die Gefahr einer Gasmangellage scheine gebannt. Eine Rezession sei in Deutschland vermutlich nicht zu vermeiden, in der Eurozone sehe die Lage etwas freundlicher aus. Jüngst verbesserte Indikatoren wie die Einkaufsmanagerindices oder das ifo-Geschäftsklima würden darauf hindeuten, dass das Tal doch nicht so tief ausfallen werde. In diesem Zusammenhang überrasche es nicht, dass an den Finanzmärkten die Risikoneigung wachse, zumal die FED-Erwartungen hier ebenfalls mitspielen würden. Entsprechend werde der Dollar weniger als Fluchtwährung gefragt.

Sei die Dollar-Stärke nun wirklich vorbei? Ganz so geradlinig müsse es nicht laufen. Durchaus könnte der Euro/Dollar-Kurs in den nächsten Monaten noch einmal temporär einen Angriff auf die Parität starten. Die Tiefs würden aber vermutlich schon hinter uns liegen. Mittelfristig besitze der Euro noch weiteres Potenzial und dürfte 2023 bis auf 1,10 klettern. (Ausgabe vom 25.11.2022) (28.11.2022/fx/a/t)


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