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EUR/CHF: Graduelle Abschwächung


20.09.2021
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.forexcheck.de) - Nach der starken Aufwertung von Juli bis Mitte August bewegte sich der Schweizer Franken in letzter Zeit wieder in Richtung 1,08 bis 1,09 EUR/CHF, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die Analysten der RBI würden diese Entwicklungen vor allem auf eine Veränderung des Spreads der 10-jährigen Renditen zurückführen. Von Juli bis August habe sich der Spread um fast 15 Basispunkte verringert, was bedeute, dass die Schweizer 10-Jahres-Renditen wieder höher als ihre deutschen Pendants gewesen seien. Andererseits sei die jüngste Abwertung des EUR/CHF mit einer Ausweitung der Renditespanne einhergegangen.


In diesem Zeitraum habe die schweizerische Nationalbank (SNB) eine ruhige Hand bewiesen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass sich die SNB hauptsächlich auf den realen effektiven Wechselkurs (REER) konzentriere, der zwar relativ stabil geblieben sei, aber immer noch auf einem hohen Niveau liege. Nur im letzten Monat sei der Gesamtindex des REER für den Schweizer Franken stärker angestiegen. Für die kommende geldpolitische Sitzung am 23. September würden die Analysten der RBI weder eine Änderung der Politik noch eine Änderung des Wortlauts zum Schweizer Franken erwarten. Aufgrund des jüngsten Anstiegs des REER sei jedoch eine Änderung der Formulierung nicht auszuschließen, die auf eine Bereitschaft zu stärkeren Interventionen hinweise (anstelle von "bereit, bei Bedarf zu intervenieren").

Für die Zukunft würden die Analysten der RBI nur einen begrenzten Einfluss der negativen Marktstimmung aufgrund einer Verschlechterung der COVID-19-Situation erwarten. Zwar werde dieses Thema noch eine ganze Weile in den Schlagzeilen bleiben, aber im Basisszenario der Analysten der RBI sei nicht von einer signifikanten Verschlechterung der wirtschaftlichen Indikatoren auszugehen. Aus diesem Grund würden die Analysten der RBI die Auswirkungen solcher Nachrichten auf die Finanzmärkte im Allgemeinen für begrenzt halten.

Zudem dürfte sich das Inflationsgefälle zwischen der Schweiz und dem Euroraum wieder normalisieren. Der Abstand habe sich nach dem Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr deutlich vergrößert. Einerseits deuten unsere Prognosen darauf hin, dass die Inflation im Euroraum in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreicht, und andererseits dürfte die SNB ihre Inflationsprognose anheben, wie sie es in den letzten beiden geldpolitischen Lagebeurteilungen getan hat, so die Analysten der RBI.

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass diese Faktoren keine großen Auswirkungen auf den Schweizer Franken haben dürften. Im Falle einer Ausweitung der Renditespanne könnte jedoch noch etwas Spielraum für eine Abwertung bestehen. Zudem würden die Analysten der RBI den Schweizer Franken für leicht überbewertet halten und eine allmähliche Anpassung in Richtung eines schwächeren Schweizer Franken im Laufe des nächsten Jahres erwarten. Die Analysten der RBI würden daher ihre Prognose anpassen und erwarten, dass EUR/CHF Ende 2021 bzw. 2022 1,10 bzw. 1,12 erreichen werde. (Ausgabe vom 17.09.2021) (20.09.2021/fx/a/t)



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