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Kryptowährungen versus PayPal


29.05.2020
forexcheck.de

Frankfurt a. M. (www.forexcheck.de) - Für die meisten Menschen bleibt PayPal die gängige Art, online Zahlungen durchzuführen. Selbst in der Bitcoin-Welt ist die Möglichkeit, Kryptowährungen mit PayPal zu erwerben sehr beliebt. Doch mit dem Aufstieg der Kryptowährungen wird das Konzept hinter PayPal zunehmend in Frage gestellt. Wozu braucht man einen Zahlungsdienstleister, wenn man auch Peer-to-Peer senden kann?

Können Kryptowährungen PayPal den Rang ablaufen?


PayPal hat nicht nur Fans. Es gibt sogar eine Webseite (paypalsucks.com), auf der unzufriedene Kunden Dampf ablassen. Die meisten Beschwerden handeln von den hohen Transaktionskosten, eingefrorenen Accounts oder verzögerten Zahlungen. Auf der anderen Seite können Kryptowährungen nicht für sich verbuchen, in allen Belangen besser zu sein.

Transaktionsstaus während hoher Belastungszeiten, damit einhergehend höhere Gebühren, schwankende Preise der Kryptowährungen. Außerdem ist es immer noch umständlich, erst einer Kryptowährung habhaft zu werden und sie anschließend sicher aufzubewahren. Dennoch gibt es einige Aspekte, in denen Kryptowährungen PayPal überlegen sind.

Privatsphäre


Die Anonymität von Transaktionen bei PayPal ist nicht gegeben. Kunden müssen Angaben machen, woher sie das Geld nehmen und für was sie es verwenden wollen. Das ist vor allem in Ländern mit restriktiver Geldpolitik ein Problem, wo die Regierung den Handlungsspielraum ihrer Bürger einzuschränken versucht. Bitcoin hingegen interessiert es nicht, was man mit seinen BTC macht. Man ist niemanden Rechenschaft schuldig. Zwar ist Bitcoin nicht komplett anonym, dafür gibt es aber die Privacy Coins wie Monero, Zcash oder DASH. Die erhöhte Privatsphäre bedeutet auch, dass Kriminelle die Kryptowährungen für ihre Zwecke nutzen können, doch ist das bislang nicht der Fall. Kriminelle bevorzugen, wie verschiedene Studien bisher bewiesen haben, noch immer gängige Fiatwährungen.

Gebühren


Die Gebühren bei PayPal sind variabel und liegen allgemein zwischen 1% und 3%. Wobei höhere Transaktionen weniger Gebühren bezahlen als niedrigere. Dazu kommen zusätzliche Gebühren für grenzüberschreitende Transaktionen zwischen 2% und 3%.


Damit benachteiligt der Zahlungsdienstleister vor allem Menschen in den armen Ländern, die über Staatsgrenzen hinweg Kleinstbeträge versenden wollen - falls sie überhaupt einen Bankaccount haben und PayPal nutzen können.

Den Kryptowährungen ist es egal, in welches Land man sie versendet. Es gibt keine extra Gebühren für grenzüberschreitende Transaktionen. Die Gebühren für die Transaktionen betragen verschwindend geringe Kleinstbeträge, egal, wie viel man versendet. Zusätzliche Gebühren fallen nur an, wenn man das Netzwerk dazu bringen will, die eigene Transaktion zu priorisieren.

Dezentral versus zentral


Kryptowährungen sind nicht an Länder gebunden oder an Unternehmen, die ebenfalls ihren Sitz in bestimmten Ländern haben (wobei es für Kryptos natürlich auch keinen rechtsfreien Raum gibt). Kryptowährungen lassen sich von jedem Ort der Welt empfangen und entsenden. Für die Coins und Tokens macht es keinen Unterschied. Sie sind eine Art autonomes Geld.

Kryptowährungen sind ebenfalls nicht an nationale Banken gebunden. Man braucht im Grunde kein Bankkonto, um Kryptowährungen zu kaufen, wobei in der Praxis die meisten Menschen Kryptowährungen auf Börsen kaufen, wo oftmals ein Bankkonto notwendig ist.

Viele Menschen, gerade in der Dritten Welt, besitzen aber kein Bankkonto. Und hierin liegt ein ungeheures Potential, wenn all diese Menschen plötzlich den Zugang zum globalen Markt erhalten. Außerdem bedeutet Denzentralität, dass keine zentrale Stelle das Netzwerk manipulieren kann. Es kann keiner die private Wallet sperren oder eine Transaktion wegnehmen. Mit einer Kryptowährung ist man der eigene Herr seines Geldes, die eigene Bank.

PayPal selbst forscht mittlerweile daran, Blockchain-Technologie für die eigenen Zwecke zu nutzen. Und der CEO von PayPal, John Donahoe, sagte in einem Interview, dass er selber Bitcoin halte. Er hat schon verstanden, woher der Wind weht. (29.05.2020/fx/a/t)




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