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EUR/USD (Monatschart): Langfristige Perspektive "hängt" am Basistrend - Chartanalyse


29.06.2020
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.forexcheck.de) - Tief für 2020 gesehen, aber auf der Oberseite einiges an Hürden vor der Brust - Auf diesen einfachen, wie prägnanten Nenner lässt sich derzeit die charttechnische Ausgangslage des Währungspaars EUR/USD bringen, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Den Stimmungswandel zugunsten des Euro hätten sie bereits Ende Mai thematisiert. Ihr Kernargument würden unverändert die markanten Lunten der letzten Monatskerzen dars tellen. Das Lösen von den jeweiligen Monatstiefs signalisiere, dass die europäische Einheitswährung im Vergleich zum US-Dollar im Bereich von 1,07/1,06 USD sehr gut unterstützt sei. Vor diesem Hintergrund dürfte das Märztief bei 1,0635 USD einen wichtigen zyklischen Tiefpunkt markieren. Aktuell gewinne sogar das Szenario an Konturen, dass dieses Low das Jahrestief 2020 darstelle. Für die weitergehende Analyse des Währungspaars würden die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt darüber hinaus einen Blick auf die extrem schwankungsintensive Märzkerze für wichtig halten. Die damalige Hoch-Tief-Spanne suche mit fast 9 US-Cents ihresgleichen. Charttechnisch entstehe ein sog. Außenstab, der die 13(!) vorangegangenen Monatskerzen sowie die drei seither folgenden umschließe. In der Konsequenz besitze das damalige Monatshoch (1,1492 USD) eine besondere Bedeutung.

Ein Sprung über das Märzhoch sei also nötig, um der Stabilisierung seit Anfang 2019 Nachdruck zu verleihen. Doch der Langfristchart des Währungspaars verrate, dass dieses Level nur den Auftakt zu einer extrem massiven Widerstandszone darstelle. Zunächst unterstreiche die 38-Monats-Linie (akt. bei 1,1465 USD) die Bedeutung des bisherigen Jahreshochs. In der letzten Dekade habe der Euro in Relation zum Greenback zudem in schöner Regelmäßigkeit Hoch- und Tiefpunkte zwischen 1,15 USD und 1,18 USD ausgeprägt. Abgerundet werde der auf diesem Niveau entstehende Kumulationswiderstand durch ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (1,1595/1,1684 USD) sowie den seit Sommer 2008 bestehenden Basisabwärtstrend (per Juli bei 1,1874 USD). Um dem Euro eine nachhaltige charttechnische Perspektive zu geben, sei als ein Bruch der Widerstandszone bei 1,15/1,18 USD notwendig. Die Analysten könnten sich in den nächsten Monaten einen Test der genannten Barrieren vorstellen, doch einen direkten Durchmarsch würden sie für unwahrscheinlich halten. Einen Bremsklotz stelle dabei der Faktor "Saisonalität" dar, denn bis zur US-Präsidentenwahl Anfang November sehe sich der Euro - gemessen am typischen Verlauf des US-Wahljahrs - mit saisonalem Gegenwind konfrontiert. (29.06.2020/fx/a/t)

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