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Spinnt der Devisenmarkt?


29.11.2019
Helaba

Frankfurt (www.forexcheck.de) - Still ruht der Devisenmarkt, der US-Dollar neigt leicht zur Stärke, so die Analysten der Helaba.

Die Ruhe müsse aber nicht anhalten, denn einige fundamentale Indikatoren sowie politische Entwicklungen würden eher für andere Kursbewegungen sprechen. 2020 dürfte der Euro/Dollar-Kurs steigen.


Handelskonflikt, Brexit- und anderes Politchaos, Kehrtwenden der Notenbanken: Am Devisenmarkt hätte in diesem Jahr die Hölle los sein können. Tatsächlich habe aber tote Hose geherrscht. Die Volatilität beim Euro-Dollar-Kurs befinde sich auf einem Rekordtief. Auch bei anderen Währungspaaren sei die Schwankungsbreite sehr niedrig. Lediglich bei den Pfund-Kursen werde angesichts von Brexit und Neuwahlen etwas Bewegung unterstellt, wenngleich auch hier die Tendenz rückläufig sei.

Leichte Kursbewegungen habe es seit Jahresbeginn trotzdem gegeben: Der Euro/Dollar-Kurs sei um 4% auf 1,10 gesunken. Noch mehr als die US-Währung hätten Britisches Pfund, Japanischer Yen und der Kanadische Dollar aufgewertet. Verlierer gewesen seien dagegen die Norwegen-Krone und vor allem die Schwedische Krone. Die Geldpolitik erkläre die Entwicklungen kaum: Schweden und Norwegen hätten ihre Leitzinsen angehoben, während die USA ihren Zins deutlich reduziert habe. Demgegenüber würden auch die zehn Basispünktchen EZB-Senkung verblassen. Immerhin könnte man die relative Stärke der Währungen aus Kanada, Japan und Großbritannien aus deren konstanten Leitzinsen folgern. Langfristige Bewertungsindikatoren wie inflationsbereinigte Wechselkursindices hätten 2019 ebenfalls in die Irre geführt. Der handelsgewichtete US-Dollar, der gemessen an seiner eigenen Historie deutlich über seinem Mittelwert notiere und damit sehr teuer sei, sei noch teurer geworden. Umgekehrt seien die günstigen skandinavischen Währungen günstiger geworden.

Für den US-Dollar habe die Konjunkturentwicklung gesprochen. Die globale Abschwächung habe sich nur begrenzt auf die USA ausgewirkt. Die Eurozone, insbesondere Deutschland, habe erheblich stärker darunter gelitten. Allerdings würden die Frühindikatoren auf eine Bodenbildung hindeuten. Die Eurozone dürfte ihren Wachstumsnachteil gegenüber den USA 2020 verringern. Dann spreche immer mehr für einen steigenden Euro/Dollar-Kurs. Die politischen Entwicklungen würden Potenzial in beide Richtungen bergen. 2019 hätten die Risiken mit den Sorgen vor einem "Chaos"-Brexit und um Italien eher beim Euro gelegen. Diese beiden Probleme hätten zuletzt nicht mehr im Fokus gestanden und würden wohl weiter in den Hintergrund rücken. Die Auswirkungen des US-chinesischen Handelskonflikts auf den Euro/Dollar-Kurs seien nicht eindeutig. Solange der Schaden für die Weltwirtschaft größer als der für die USA erscheine, profitiere eher die US-Währung. Einerseits müsse sich das aber nicht so fortsetzen, andererseits hätten sich zuletzt die Entspannungssignale gehäuft. Keine Rolle habe bislang das drohende Impeachmentverfahren gegen US-Präsident Trump gespielt. Ebenso wenig habe das hohe US-Haushaltsdefizit interessiert. Das politische Pendel werde sich 2020 vermutlich zulasten des US-Dollar neigen. Das Chance-Risiko-Verhältnis deute damit auf einen steigenden Euro/Dollar-Kurs. Dann könnte auch die aktuell sehr niedrige Volatilität wieder anziehen. (29.11.2019/fx/a/t)



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