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US-Dollar: FED vs. Trump


19.07.2018
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Was den Devisenmarkt betrifft, sollte man entspannt bleiben, so die Analysten der Helaba.

Der Euro/Dollar-Kurs (ISIN EU0009652759/ WKN 965275) notiere mit gut 1,16 marginal höher als vor Monatsfrist. Die Ruhe dürfte sich hier zunächst fortsetzen.


Auf seiner Europareise habe Donald Trump den Kontinent in Unruhe versetzt. Zudem drohe die US-Regierung weiterhin mit Strafzöllen auf Autos. Auf US-Importe aus China im Wert von 34 Mrd. US-Dollar seien solche ein geführt worden, demnächst werde auf 50 Mrd. aufgestockt. China habe bereits Gegenmaßnahmen ergriffen. Trump wiederum drohe mit Strafzöllen für Einfuhren im Volumen von bis zu 200 Mrd. US-Dollar. Der Handelskonflikt scheine zu eskalieren. Die bislang in Kraft getretenen Handelshemmnisse hätten gesamtwirtschaftlich noch keinen größeren Einfluss. Insbesondere in den USA hätten sich die Stimmungsindikatoren sogar aufgehellt. Das Wachstum im zweiten Quartal sei vermutlich sehr robust ausgefallen. Die Steuersenkungen und erhöhten Staatsausgaben würden also wirken, während sich in der Eurozone die Konjunkturdynamik eher verlangsame.

In den USA sei die Inflation erhöht, so dass die Federal Reserve ihren Zinserhöhungskurs weiter verfolgen werde, was Präsident Powell jüngst bestätigt habe. Die Notenbank dürfte in diesem Jahr noch zwei Schritte vornehmen. Damit wachse der kurzfristige Renditevorteil der US-Währung, zumal die EZB ihre Zinswende erst im zweiten Halbjahr 2019 vollziehen werde. Bei langfristigen Renditen habe der US-Renditevorteil dagegen zuletzt stagniert. Die Geldpolitik sei in den Kursen schon durchaus nicht unerheblich berücksichtigt, bleibe aber ein positiver Faktor für den US-Dollar.

Ein Unsicherheitsfaktor sei die Politik. Die neue italienische Regierung habe zuletzt nicht mehr so im Fokus gestanden. Die Risikoaufschläge auf italienischen Staatsanleihen seien zwar zurückgegangen, würden sich aber noch auf deutlich höherem Niveau als Anfang Mai befinden. Relevanter sei aktuell der Handelskonflikt. Theoretisch sollten US-Zölle zwar die eigene Währung stärken. Gegenüber dem Chinesischen Yuan sei das sogar eingetreten. Allerdings sei von Gegenmaßnahmen der Handelspartner auszugehen, nennenswert werde sich das US-Handelsdefizit kaum verbessern. Zudem deute die prinzipiell protektionistische Haltung der Trump-Regierung ein Interesse an einem nicht zu starken Dollar an. Die sich aufhäufenden US-Schuldenberge und der konfrontative außenpolitische Kurs würden nicht die Rolle des Greenback als Weltleitwährung untermauern.

Insgesamt begrenze die Politik von Donald Trump das langfristige Aufwertungspotenzial. Aus den vor wenigen Monaten noch bestehenden hohen spekulativen Verkaufspositionen gegen den US-Dollar seien netto Wetten auf ihn geworden. Entsprechend sei von dieser Seite keine zusätzliche Nachfrage mehr zu erwarten. Per saldo dürfte der geldpolitische Rückenwind für die US-Währung aber noch ausreichen und der Euro/Dollar-Kurs bis auf 1,15 fallen. (19.07.2018/ac/a/m)



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